Sonntag, die Sonne scheint und ich bin habe nun endlich Zeit euch zu schreiben.

Die erste Woche war vieles, aber vorallem eines, nämlich anstrengend.
Der Spass beginnt morgens um fünf Uhr mit Aufstehen und um fünf nach fünf mit Frühsport. Da es nahezu unmöglich ist in fünf Minuten fertig zu werden versuchen wir um viertel vor fünf aufzustehen und das kratzige Bett in einen ordentlich Zustand versetzen und können und auch ein wenig Zeit zu haben um überhaupt wach zu werden.


Nach dem Frühsport geht's i.d.R. zum Frühstück..., das im Wesentlichen aus Fertigbrötchen, kleinen Portionen an Aufstrich (ja, ich meine die Kunststoffbehälter in denen sich Nutella ähnlicher Aufstrich befindet), Osaft kurz vor dem Gefrierpunkt und Milch, die ziemlich genau nach..., Krahnberger schmeckt, besteht. Hervorzuheben sind hier die Cornflakes ! Sie schmecken als einziger Bestandteil wie man es gewohnt ist, süß. Anzumerken ist hier vielleicht, dass die Kleinen (wir müssen uns nach Größe aufstellen), immer als erste zum Frühstück dürfen..., somit auch die meiste Zeit haben, denn bis man dann mal dran ist sind von der halben Stunde Zeit die man für das Frühstück hat im besten Fall fünfzehn im schlechtesten Fall gerade noch zehn Minuten übrig, was in den meisten Fällen zu Verspätungen führt die dementsprechend kommentiert werden und für den ein oder anderen Spruch der Vorgesetzten führen. Aber da ich, wie ihr alle wisst äußerst pünktlich bin ist mir das bisher nicht passiert, wirklich.

Der Tag besteht weiterhin daraus, das man diverse Laufübungen absolviert und andere Unterrichte besucht. 

Aber ein anderer Aspekt ist erwähnenswert, nämlich das ich in der Gruppe mit dem (bisher) besten Ausbilder bin. Der das Ganze nicht benutzt um sein Ego auf zu polieren sondern wirklich versucht uns das ganze zu erklären und beizubringen. Ganz im Gegensatz zu einem der anderen Ausbilder (nennen wir ihn B.). Meine Vermutung ist, dass B. der Kleinste von mindesten drei Dutzend Brüdern war, also derjenige der immer unterdrückt wurde. Er versucht nun, mit Hilfe von Rekruten, die (wie fast alle) keinerlei Gegenwehr zeigen ein wenig Selbstsicherheit zu erlangen und auch überall wo es auch nur irgendwie geht einen blöden Spruch zu bringen. Dem Ganzen kann man nur entkommen indem man schlicht und ergreifend einem seiner Sätze durch Überspitzung die passende Fortsetzung/ Anwort gibt, oder ihn so breit angrinst das er ein Maulwurf der gerade an die Oberfläche kommt, verschreckt blinzelt und sich wegdreht.

So viel zu B., ich werde demnächst mal einige Beispiele aufführen, aber er verkörpert leider das Klischee, das man von einem Ausbilder bei der Bundeswehr hat, im Gegensatz zu allen anderen Ausbildern, die wir bisher hatten.

Den weiteren Tag verbringt man damit, den Unterricht zu besuchen. Richtig, da steht UNTERRICHT..., wir dürfen alles mögliche Lernen (ob sinnvoll oder nicht sei mal dahingestellt). Der Unterricht bringt aber außer ein wenig Langeweile und blöden Fragen der anderen. Und ja Sally, Du hattest Recht mit Deiner Aussage, da laufen nur Idioten rum. Ich glaube nur ein zehntel aller Neuen hat das Abitur. Zumindest ergab das eine Umfrage in einer der Unterrichtsstunden. Von den Ausbildern will ich gar nicht erst anfangen. Zumindest nicht was deren Bildung betrifft.

Auch wenn der Unterricht langweilig ist, zumindest bei einigen der Ausbildern, die es schaffen derart monoton einen Vortrag zu halten, das es einem Summen gleichkommt, so spaßig ist's dann doch, das auf Grund der kurzen Nächte eigentlich jeder im Unterricht einschläft. In den meisten Fällen läuft das wie folgt ab, da man nicht erwischt werden möchte und die Ausbilder sich eigentlich kaum bewegen versucht man sich so zu setzen, das man durch ein bis zwei vor einem Sitzende verdeckt wird um dann nur mal kurz zu entspannen. Dieses Entspannen führt jedoch meistens dazu, das (wie mir erst am Freitag passiert) meint nur einen Wimperschlag lang weggeschaut zu haben, dann jedoch beim Blick auf die Folie festellt, das man nicht mehr über Befehle redet, sonder bereits mehr als nur eine Folie "verpasst" hat und sich irgendwo zwischen den Abschweifungen über Marinedienstgrade befindet. Nun ist man einerseits ausgeschlafen, andererseits stellt man ein fest das hinter einem gerade Bäume gefellt werden und weckt den Holzfäller sanft um ihm zu erklären es nicht der Ausbilder war der einen müde macht, sondern vielmehr das sechs Stunden Schlaf einfach nicht genug sind.

Damit habe ich euch auch erstmal genug von meiner ersten Woche berichtet..., denn ich muss gleich schon wieder los. Nächste Woche stehen Schießübungen an, der einzige Teil auf den sich fast jeder freut.

7.10.07 15:19

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Dennis (7.10.07 22:49)
1. "Aber da ich, wie ihr alle wisst äußerst pünktlich bin ist mir das bisher nicht passiert, wirklich. "

- Jetzt mal ernsthaft? Kein einziges mal zu spät ;-) ? Kann ich dir iwie ja kaum glauben haha.



2. "sondern vielmehr das sechs Stunden Schlaf einfach nicht genug sind. "

Früher brauchteste selber noch weniger, um fit zu sein. Ich sag nur " *klopf klopf* Dennis ich kann nitmehr pennen" . Ist zwar was länger her, aber erinnern tun wir uns ja gerne daran ..


bis morgen

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